CaMona – Seltene Erden aus Abfallgipsen der Düngemittelindustrie

Seltene Erden sind aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Sie finden vielfältigen Einsatz in der Elektronik, in hoch effizienten Elektromotoren und in Licht- und Laseranlagen.

Der mit der konventionellen Gewinnung von Seltenen Erden verbundene Bergbau verursacht vielerorts erhebliche Umweltschäden. Die Gewinnung von Seltenen Erden aus Abfallprodukten anderer Industrien stellt eine umweltfreundlichere Alternative dar und bietet zugleich einen Kostenvorteil in der Produktion. Diesem Ziel widmet sich das vom BMBF geförderte vorhaben. Im Rahmen des Programms Client II  werden vielversprechende Internationale Partnerschaften für eine nachhaltige Innovation gefördert.

Wie kann Ceritech, mit ihrer Technologie, die umweltfreundliche Herstellung der Seltenen Erden leisten?

In der Phosphatdüngemittelproduktion der brasilianischen Großregion Catalão fallen in großem Maßstab mineralische Abfallprodukte an, welche bisher nicht als Sekundärstoffe genutzt werden. Das Projekt CaMona arbeitet an der Erschließung und Entwicklung technischer Grundlagen für eine wirtschaftliche Gewinnung Seltener Erden aus diesen Rohstoffen. Konkret widmet sich das Verbundvorhaben dem Aufbau einer industriellen Gewinnung Seltener Erden aus sekundären Gipsen, die bei der Phosphatdüngemittelproduktion in Catalão entstehen. Dazu treibt das Projekt die Entwicklung einer entsprechenden Technologie mit den zugehörigen Prozessoptimierungen bis hin zur Industriereife voran.
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Gips Großprobennahme in Catalao für die spätere Verarbeitung in der Pilotanlage. 

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Dadurch, dass es für diese Art der Seltenerdenproduktion keiner Errichtung eines neuen Bergwerks bedarf, würde der Ausschluss entsprechender Kosten‐ und negativen Umweltfaktoren eine Gewinnung Seltener Erden aus Sekundärstoffen ökonomisch robust und wettbewerbsfähig machen. Zudem würde damit ein Beitrag zur Minimierung von Land‐ und Energieverbrauch geleistet, mit ebenso positiven Wirkungen für den Klimaschutz und der Minderung von Umweltrisiken.

Verbundpartner:

  • Ceritech AG (Projekteigentümerin)
  • Technische Universität Clausthal
  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Assoziierte Partner in Brasilien:

  • CMOC International Brasil
  • Universidade Federal de Goiás

Gefördert durch

Ceritech empfängt über ein Fliessband kontinuierlich den Gips, der bei der Düngemittelproduktion anfällt, entzieht die Wertminerale mit den Seltenen Erden und gibt den Gips an den Produzenten zurück. Aus dem Mineralkonzentrat wird dann ein hochreines Seltenerdenkonzentrat produziert.